Das Ende der DDR  und die "Wende"
Ab 1987 ging fast nichts mehr. Wenn man Baumaterial,oder.Autoersatzteile oder einen Handwerker brauchte ,ging es nur noch mit Beziehung und  DM-West.Jeder wollte nur noch Westgeld. Viele verliessen auf Umwegen die DDR.Andere sagten : ” So kann es nicht weiter gehen” . Aus passive Gegner wurden aktive Gegner die etwas verändern wollten,und es wurden immer mehr zur Montagsdemo nicht nur in Leipzig auch in DESSAU.

Wir suchten eine Möglichkeit Flugblätter zu drucken
Vervielfältigungsmaschinen und Kopiermaschinen waren aus diesem Grunde  nicht zugänglich , kurzer Hand wurde im DDR Intershop einen gerade aufkommender 8 Bit Rechner ATARI XL 130 mit Drucker gekauft.  So konnten wir Flugblätter in Endlospapier drucken und verteilen Es erfolgten Teilnahmen an Demonstrationen auf der Strasse und in Dessauerer  Kirchen .   -Stasi raus -


Der Ruf keine Gewalt!  ....Wir bleiben hier....,Auf die Strasse” …wurde auch in Dessau sehr laut. Stadt Dessau  -Wir wollten die DDR verändern -Auseinandersetzung mit der Stasi -Wir sind das Volk, wurde später durch -” Wir sind ein Volk”  politisch ausgenutzt ” Die Worte:“Wer hier arbeiten will kommt zu was ,hier im "blühenden Land mit Begrüssungsgeld”, und Schliessung fast aller Betriebe und deren Abriss in Dessau zeigte seine Wirkung.  Die aufkommenden Euforie und Hoffnung auf  Arbeit und Westgeld  lies den  Verwandten , Bekannten und Arbeits (Facharbeiter)  und Freundeskreis immer kleiner werden . Es war ein einziges durcheinander es ging nichts mehr. Der zinslose Kredit  wird verzinst und für viele nicht mehr bezahlbar! Es zog nur eins Arbeitsuche &  WESTGELD.....Wo Freunde ,Bekannte ,Verwandte wohnten ,eine einzige Leere - Auch neu gebaute Häuser blieben liegen.Erst jetzt wurde Dessau zur Geisterstadt.

Junkalor 1928
Ich wollte auch nicht der letzte sein der das Licht hier ausmachte.Meine Vermutungen sollten sich leider bestätigen Das was jetzt hier passierte wollte eigentlich keiner in Dessau! Im Novenber 1989 kehrte  ich mit all meinen Sorgen und Schulden mit  vielen anderen meiner Stadt Dessau für immer den Rücken.  Die Massen hatten geglaubt das  es nun eine echte Freiheit ohne Zentralismus ohne Überwachung  oder Bespitzelung geben würde , Auch eine andere stabile Währung DM und eine bessere ehrliche Welt bringen würde!? . Das Ende vom Lied verrottet verwitterte Objekten ,Hauser und Gastaetten und traditionelle Bauten . An  den  katastrophalen Folgen der zu schnellen Währungsumstellung und deren Zusammenbruch der Dessauer  Betriebe und  steigenden Kosten und deren nicht immer sauberen Privatisierung -Auch das nicht mehr sich verantwortlich fühlen , jeder ist sich selbst der nächste,eine neue Stufe des Kapitalismus ohne DDR den wir so garnicht kannten,sozialen Abbau , auch Arbeitslos ,Hartz4 , Sozialhilfe , Obdachlos , Einmischung Deutschland  in andere Länder und deren Beteiligung an Kriege -Tote Zivilisten ,Kinder ,Soldaten, eine  Euro-Krise  -an so was dachte und glaubte niemand. Ein Deutschland heute was nicht meinen Vorstellungen und Wünschen entspricht
Wer den Dessauern seine Werke ,Betriebe und Arbeit nimmt, hat den Zerfall dieser  Stadt und seinen Menschen in Kauf genommen.Da hilft kein  Bauhaus 1928 oder diese neuen Einkaufscenter  wenn sehr viele echte Dessauer ihre  Stadt verlassen haben! Vieles Altes hätte renoviert  und "Altes" neu gebaut werden sollen !Dessau hatte beispielhafte Kultur und  Handwerkund viele traditionelle Bauten und Objekte Brunnen, Denkmäler , viele orig.Dessauer Kneipen, alles dieses was man nach der "Wende " erst verrotten lässt  und dann abreisst .  Heute zieht man den Abriss vor und errichtet eine sogenannte Moderne und vernichtet dadurch die letzten Reste und das eigentliche Bild der alten Residenzstadt Dessau
Meine Stadt Dessau die einen großen Teil seiner Bevölkerung verlor. Der Zusammenbruch der Betriebe und Soziales kommen sehen .Auch die zinsfreien DDR Kredite die keine mehr waren auch wenn diese halbiert wurden ohne  sicheres Einkommen nicht mehr bezahlbar. Arbeitsuche der Weg in den Westen ein sehr schwerer neuer Anfang in meinem Leben. Das Lager Weiden vorzeitig verlassen. Arbeit und  Wohnraumsuche.Ich habe viele kommen und auch wieder gehen sehen... Die erste Arbeit wurde genommen auch wenn der Lohn sehr wenig war .Wieder von unten angefangen von Abfluss- und Rohrverstopfungen,Toilettenverstopfungen vom Klempner,Schlosser, Schwimmbeckenbauer ,Elektriker Heizung bis zum Klima Kältemonteur- Am Anfang gewohnt bei Familie Müller auch bei  einer  Familie Eder die Freunde wurden.Nie einen Antrag auf Unterstützung oder Soziales gestellt mit 46 Jahren nochmal ganz von vorn und unten angefangen in einer fremden Stadt wo du nur eine Nummer von vielen bist.Die Verwandschaft (Geschwister) von einer anderen Seite kennen gelernt - Auch alle gerichtlichen Klagen der "lieben " Verwandtschaft mit mehr oder weniger Erfolg überstanden . Gerechtigkeit was ist das - es gibt immer  nur ein Urteil! Dieser Personenkreis existiert heute in meinem Leben nicht mehr und  aus diesem Grunde auch nicht erwähnenswert. Ein sehr schwerer Anfang ohne Mittel der uns noch mehr zusammenschweißte .Eine grössere Summe auch monatliche Einzahlungen einen Finanzmakler vertraut ,am Ende alles verloren. Wo andere Beziehungen hier scheiterten - Wir nicht -wir wollten es durchstehen und schaffen!!  Ein Satz der uns immer geholfen hat:"Wir haben uns!"- Auch  oft gehörte Sprüche wie:" Euch DDRler müssen wir erst mal das arbeiten beibringen" und noch einige andere... mit einem lächeln begegnet.
Durch einen wunderbaren Menschen Werner Beyer ,er der mir sagte das ich viel zu wenig verdiene ,die Firma Brown Boveri-BBC-York kennen gelernt.
Werner der leider bei einem Birgenair Flugzeugabsturz am 7.Februar 1996 in der Dominikanischen Republik mit seinem Sohn verunglückte.     Werner du bist unvergessen..
Wir haben uns!  miteinander verbunden-Liebe Glaube Hoffung-
Die dunkle Seite
Ein schwerer Anfang
Diese Firma übertraf all meine Vorstellungen eine Firma wo ich mich zugehörig fühlte und alles neue  lernen konnte . Kältefirma  BBC York  Aussenstelle Büro München- Erinnerungen an den  Leiter Herr Thiemann und dem Disponent Herr van Deyn und alle anderen Kollegen die mir geholfen haben .Und ich heute noch für alles dankbar bin.Ab jetzt konnten wir  wieder in die Gegenwart  und Zukunft schauen.Leider wurde 1995 durch die damalige Regierung die Versteuerung der Überstunden und Nachtschichten eingeführt.Dieses hatte grosse Auswirkungen in der Bezahlung und Bereitschaft der Kollegen .Was einige unangenehme Veränderungen in der Firma mit sich brachte. Mit der  Öffnung und Gobalisierung und den Einzug der Billigfirmen aus anderen Bereichen und Ländern und  stark fallende Umsätze entschloss  sich das traditionelle Unternehmen  BBC-später auch York  sich aus diesem Gewerbe zurück zuziehen .Mit der Euroeinführung verringerte sich das Einkommen auf einen Stand (auch Gesundheitlich) der mich überzeugte  in den Vorruhestand zu gehen.

Kurz vor Oberammergau
Meine Firmenwagen
Noch sehr früh
kurz vor Kufstein
Durch diese Firma BBC-York ganz Bayern kennen gelernt- Herr van Deyn den ich sehr mochte-.Seine Worte:"Wo andere Urlaub machen da darfst du arbeiten"
Büro München 1992 und ein neues  Auto
Einsätze rund um die Uhr und Entfernungen damals noch ohne Navi und Handy
Meine Kinder  Brüderlein und Schwesterlein
Das neue Zuhause
Beutezug Ost
Gefühle und Gedanken
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